This is England - Skinheads-Thueringen

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This is England

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This Is England ist ein britischer Film aus dem Jahr 2006. Regie und Drehbuch stammen von Shane Meadows. Inhaltlich geht es um Großbritannien in den frühen 1980er Jahren unter Margaret Thatcher, den Falklandkrieg  und die Skinhead-Subkultur.

Handlung:

Hauptfigur des Films ist der 12-jährige Shaun, dessen Vater im Falklandkrieg  ums Leben gekommen ist. Seine Mutter Cynthia hat nicht genug Geld, um ihm anständige Kleidung zu kaufen, weswegen er in der Schule regelmäßig Opfer von Spott wird, der selbst vor dem Tod seines Vaters keinen Halt macht.

Nachdem Shaun wieder einmal besonders stark gehänselt wurde, trifft er aus Zufall auf die Skinhead-Bande um den charismatischen, aber relativ unpolitischen Woody. Er nimmt Shaun unter seine Fittiche und integriert ihn, obgleich viele Jahre jünger, in seine Bande.

Die Zustände spitzen sich zu, nachdem der 32-jährige Combo aus dem Gefängnis entlassen wird. Im Gegensatz zum leicht anarchistisch wirkenden Woody sind seine politischen Vorstellungen klar nationalistisch und fremdenfeindlich. Er spaltet die Gang in einen ihm „loyalen“ Teil und jene, die „nicht mitgehen“ wollen. Shaun ist schwer von Combo beeindruckt und findet in ihm so etwas wie eine Vaterfigur. Nach einigen kleineren „Delikten“ wie fremdenfeindlichen Graffiti  überfällt die Bande einen pakistanischen  Kiosk. Außerdem politisiert Combo die Gruppe zunehmend, bringt sie auf seinen fremdenfeindlichen Kurs.

Als er jedoch von seiner ehemaligen Geliebten eine Abfuhr erhält, die zu allem Überfluss auch noch mit Woody verbandelt ist, dreht er völlig durch. Er lädt den einzigen dunkelhäutigen Skin Milky, der bei Woody geblieben ist, ein, mit ihm und seinen Jungs zu kiffen. Am Ende schlägt er ihn fast zu Tode, bereut aber weinend diese Tat und bringt ihn mit Shaun ins Krankenhaus.

Shaun wird Zeuge dieser Ereignisse. Vor dem Film und nach dem Film werden Ausschnitte aus dem Original-Filmmaterial des Falklandkriegs gezeigt.

Hintergrund:

This Is England ist ein Coming-of-Age-Film, der vom Verlust der Unschuld handelt. Der kindliche Hauptdarsteller „Shaun“ findet zunächst in „Woody“, und dann in „Combo“ eine Vaterfigur. Die Entwicklung des Charakters zu einem rechten Schläger ist zugleich symptomatisch für die Skinhead-Szene der frühen 1980er. Die Hybris für den Charakter kommt schließlich, als Combo den schwarzen, smarten Skin „Milky“ bewusstlos prügelt. Als Zeichen seines Wandels wirft der Hauptdarsteller dann symbolisch seine englische Flagge ins Meer. Critic.de sprach in diesem Fall von einem „Stilbruch gegenüber der eigentlichen Qualität des Films, seinem ungeschönten Realismus.“ [1]

Es war ein Anliegen des Regisseurs, die Skinhead-Szene so zu zeigen, wie sie sich ihm in seiner Jugend darbot. Er wollte mit seinem Film die Phase zeigen, in der sich der Oi! von der Ska- und Reggae-Kultur der ursprünglichen Skinheads trennte und sich langsam eine rechte und linke Front zu bilden schien. Der Falklandkrieg stellte für Shane Meadows den zweiten Aufhänger des Films dar, die vollkommene Hilflosigkeit der Briten gegenüber ihrem Staat sollte sich in dem Film widerspiegeln. [2]

Die British National Front war mit ihrer Darstellung im Film nicht zufrieden und protestierte auf ihrer Homepage gegen den Film. Der Film würde die Partei als eine Bande von Schlägern darstellen, die Asiaten und Schwarze überfallen würde. [3] Laut des Regisseurs basiert die gedrehte Sitzung der Partei aber auf einer realen Begebenheit in seiner Jugend.

Kurz nach Drehschluss von This is England am 30. Dezember 2005 verstarb die Mutter Sharon des Hauptdarstellers Thomas Turgoose an Krebs. Der Film ist ihr daher gewidmet.

Quelle: www.wikipedia.de

 
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